Bevormundung, Manipulierung und Wahrheitsverdrehung der etablierten Medien in Deutschland

oder

 

Die Entdemokratisierung der deutschen Medien



In Zeiten der Krise und Desozialisierung und Entsolidarisierung der westlichen Gesellschaft kommt es vor allem darauf an, den kleinen Mann und die kleine Frau, die von der sozialen Rückabwicklung betroffen sind, ruhig zu halten. Sie glauben machen, dass alles unabwendbar und für sie trotz alledem die bessere Lösung sei. Harz IV ist unabwendbar und hat mehr Arbeitsplätze geschafft, wenn auch unterbezahlt, aber „sie haben wenigstens Arbeit!“ Das Rentenalter muss erhöht werden, das ist unabwendbar, denn nur so können wir den Standort Deutschland attraktiv halten, nur so ziehen wir Investoren an. Das Schulsystem in Deutschland ist ein unerträglicher und kostspieliger Flickenteppich, aber das ist unabwendbar, denn nur so können die einzelnen Schuleinrichtungen miteinander konkurrieren. Die Grenzen müssen für Billigfachkräfte und unqualifizierte Billigarbeiter offenbleiben. Das provoziert zwar Gehaltsdumping, aber das ist gut für die Wirtschaft. Nur deswegen geht es „uns“ noch nie so gut wie zuvor, und „andere Länder Europas schauen sogar mit Neid auf uns, und fragen sich, ‚wie machen die das bloß?‘!“
 
Das deutsche Volk, das immer mehr um ihre einstigen sozialen Rechte bestohlen, dass um ihre hart verdiente Rente betrogen wird, soll brav den Glauben nachhängen, dass alles so sein muss und dass dies für sie die bessere Lösung ist. Der berühmte saure Apfel, in den der kleine Mann beißen muss, um den „Wohlstand“ aufrechtzuerhalten. (Auch wenn es nicht sein Wohlstand ist, sondern der Wohlstand der Elite …)  

Die mediale Indoktrinierung geht soweit, bis ältere Damen oder Herren glückselig und stolz verkünden: „Ich komme zwar mit der Rente nicht mehr aus und muss jetzt mit meinen 65 Jahren noch früh morgens Zeitung austragen, aber wenigstens lebe ich nicht vom Staat. Ich mag nicht auf Kosten anderer leben. Da bin ich zu stolz für!“ Ja, so etwas hören heutzutage Journalisten von etablierten Medien gern. Denn es fügt sich gut ein in die These: Jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn du heute mit im Rentenalter noch schuften musst, bist du sicher selbst daran schuld! Hättest besser vorsorgen sollen, am besten mit einer Privatkasse! (Egal, wenn diese vor zwei Jahren aufgelöst wurde..)

Dass aber eben diese „Rentner“, die heute gezwungen sind, noch nebenher ihre Rente aufzustocken, vor der Agenda 10 von ihrer Rente hätten leben können und den Staat um nichts hätten „betteln“ müssen, wird ihnen bei all dem Stolzgefühl in der Brust gar nicht bewusst. Ihnen wird nicht bewusst, dass sie von eben diesen Staat schön ordentlich über den Tisch gezogen worden sind, dass sie um ihre versprochene Rente schlicht und ergreifend bestohlen worden sind, durch ein einfaches Dekret, per Gesetz. Der soziale Vertrag wird durch neue Gesetze einfach außer Kraft gesetzt und dies sollen die Menschen auf der Straße nicht so empfinden, nicht „mitkriegen“.

Damit das so geht und die Menschen drastische Einschnitte, ja die Plünderung des Sozialstaats hinnehmen, arbeiten etablierte und durch Werbung finanzierte Medien hart daran, das Volk schön hinters Licht zu führen, sie mit falschen Argumenten zu täuschen und sachliche Argumente sprachlich zu manipulieren.

Am Ende soll der Betroffene sogar noch stolz darauf sein, viel weniger zu verdienen. Er soll froh sein, dass er mit einem Vollzeitjob nicht mehr sein Lebensunterhalt bestreiten kann, dass er mit seinen Rentenbeiträgen keine sichere Rente mehr haben wird und trotzdem länger, bis in das tiefe Rentenalter wird weiter arbeiten müssen. Er soll stolz darauf sein, dass er trotz des Kindergeldes und der Ersparnisse für seine Kinder keine qualitativ hochwertige Schulausbildung mehr finanzieren wird können. Er soll erhobenen Hauptes sagen können, ich arbeite zwar schon seid 5 oder 10 Jahren nur als Leiharbeiter, aber das ist gut so, das hilft unserer Wirtschaft und das macht Deutschland stark! Dass sich das später desaströs auf seine Rente ausschlagen wird, soll ihm erst einmal egal sein, denn wenigstens hat er eine Arbeit! Dass es hier keinen flächendeckenden Mindestlohn gibt ist zwar nicht in Ordnung, aber seht doch mal Frankreich! Da steigt die Arbeitslosigkeit. Da zieh ich es schon lieber vor, eine unterbezahlte Arbeit zu haben, als gar keine. Am Ende sollen sich die Menschen auf der Straße glücklich schätzen, schamlos ausgebeutet zu werden, sie sollen sich in ihrem Unglück glücklich wähnen! Darum geht es heute im „modernen“, desinformativen Journalismus. Journalismus ist heute mehr denn je Werkzeug einer laufenden antisozialen, neoliberalen Propaganda geworden. Nicht einmal öffentlich rechtliche Sender sind von dieser Propagandakampagne befreit. Die Steuerzahler bezahlen also selbst für Ihre eigene Verdummung, Desinformierung und Gehirnwäsche. Bis auf wenige kritische Sendungen wie etwa „Panorama“ oder das Kabarett „Neues aus der Anstalt“ wurde die Berichterstattung und Informationsauslegung weitgehend gleichgeschaltet. Russische Zustände sind bei uns schon längs eingetroffen, wir wollen es nur noch nicht wahr haben. Man hört hier in Deutschland so viel von Korruption und Steuerhinterziehung großer Politiker und Konzerne, wie ein Russe in Russland über eben solche Vorfälle in der Regierung Putins oder den Firmen Russlands hört! Eine Sahra Wagenknecht wird hier  in der deutschen Presse genauso totgeschwiegen wie etwa der Putin-Kritiker Alexej Nawalny in Russland von seinem Rivalen Putin.

An einigen Beispielen soll gezeigt werden, wie mit Sprache und Argumentation in den deutschen Medien manipuliert wird.
 


„[…] Keine Hochschule oder Behörde kommt inzwischen ohne Gleichstellungsbeauftragte aus, demnächst diktiert Brüssel die Gleichheit der Geschlechter in Unternehmen per Quote. In immer mehr Bundesländern gilt die Einheitsschule als Ideal: Kinder sollen möglichst lange gemeinsam lernen – selbst um den Preis der Nivellierung des Leistungsniveaus. Manager können sich schon mal auf die Deckelung ihrer Gehälter einstellen, und inzwischen wird das sogar für Fußballer gefordert.

Dreh- und Angelpunkt der Gleichheitsdebatte ist stets das Geld. Das ist nämlich höchst ungleich verteilt – und deshalb ergießt sich ein Strom von Zuschüssen, Beihilfen und anderen Sozialleistungen über echte wie vermeintliche Bedürftige. Mit 39 Milliarden Euro pro Jahr ist der Sozialetat denn auch der höchste Einzelposten im Bundeshaushalt.“

 

Quelle: FOCUS ONLINE, Gleichheit per Gesetz, Samstag, 14.09.2013

 

 

Ein ganzer Artikel in FOCUS widmet sich dem Thema Gleichheit und Gleichberechtigung.
Auffallend dabei ist, dass hier bewusst der Begriff Gleichheit und Gleichstellung mit dem Begriff Gleichberechtigung verwechselt wird.

Gleichstellung und Gleichberechtigung ist aber nicht das Gleiche. Und das fällt dem flüchtigen Leser auch nicht „gleich“ auf. Aber der Artikel beschränkt sich nicht auf diesen bewusst missbräuchlichen Gebrauch dieser zwei Begriffe.

Mit einem Hieb wird die Forderung nach mehr Gleichberechtigung für Kinder unterer oder mittlerer sozialer Schichten  zu einer Forderung der Gleichstellung. Unfähige und faule Kinder aus erziehungsschwachen Kindern sollen laut Verständnis des FOCUS-Magazins nun auch das Recht haben auf ein Gymnasium zu gehen.  Unqualifizierte Frauen sollen nun auch Manager in einem Konzernvorstand werden können. Und das macht natürlich jeden einfachen Bürger Angst. Nein, so geht das doch nicht! Stoppt diese Sozialisten!

Es ging aber nie darum, gleichzustellen oder wie in der Nazizeit, gleichzuschalten.

In einem Land, wo sich die Regierung Bildung als oberste Priorität groß auf die Fahne geschrieben hat und Medien, die diese unterstützen, sollte eine solche ‚Verwechslung‘ mit Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht vorkommen. Sie kommt aber vor, und dass mit Absicht. Denn Gleichberechtigung soll auch in den Köpfen des normalen Bürgers als anrüchig und schädlich erscheinen. Schließlich will der normale Bürger sein Kind auch nicht mit verhaltensgestörten, unfähigen und arbeitsscheuen Kindern in einer Klasse wissen.

Es geht aber um Gleichberechtigung, nicht um Gleichstellung oder Gleichheit.

Kinder mit gleichen Fähigkeiten sollen freien Zugang zu Schulen haben, die ihrem Niveau gerecht werden und sie dementsprechend fordern, ganz ‚gleich‘, aus welchem sozialen Hintergrund das Kind kommt. Ganz gleich, ob sich die Eltern die Schule, die für die Fähigkeiten ihres Kindes besser geeignet ist, leisten können oder nicht.

Aber Kinder sollten von vornherein überhaut nicht zwischen qualitativ sehr unterschiedliche Schulen zu wählen haben!

Alle Schulen sollten einem gewissen Mindestniveau gerecht werden, und dass ganz unabhängig davon, in welcher Region oder in welcher Stadt die Schule steht. Heute sind wir leider weit davon entfernt. Die Qualität hängt nicht nur von den Geldbeuteln der Eltern ab, sondern auch von der Region und dem Ort. Dass ein fähiges und fleißiges Kind nicht in eine gute Schule gehen kann, weil sich die Eltern das nicht leisten können, das darf es nicht geben!

Dass es massenweise vernachlässigte Schulen gibt, wo weder in das Lehrpersonal noch in die Lehreinrichtung investiert wird, das darf es nicht geben.

Dass Eltern, die an solchen  Orten leben, und keine andere Wahl haben,  als ihre Kinder in eine der nächsten Schuleinrichtungen zu stecken, das darf es nicht geben.

Eine solche Wahl sollte es gar nicht geben. Jede Schule sollte qualitativ hochwertig sein! Jedes Kind sollte die gleichen Chancen haben. Potenziell begabte Kinder schon von vornherein wegen seiner Herkunft abzuschreiben ist ungerecht und unsozial. Und das hat nichts mit „Gleichstellung“ zu tun. Die Schulen sollten in ihrer Qualität nicht gleich minderwertig sein, sondern gleich hochwertig. Es geht also nicht darum, die Qualität der Schulen nach unten zu nivellieren, wie es der Focus suggeriert, sondern es geht darum, die Qualität jeder vernachlässigten Schule nach oben zu nivellieren! Ja, das kostet etwas, und das sollte sich der Staat, der Bildung so groß schreibt, auch was kosten lassen! Stattdessen zieht er den Wettbewerb zwischen den Schulen vor.

 

Wie wir alle nun mittlerweile wissen, Wettbewerb regelt nicht alles, Wettbewerb ist längst nicht Garantie für gute Qualität. Wenn das so wäre, gäbe es nicht die gehäuften Nahrungsmittelskandale in Deutschland. Wenn das so wäre,  wäre das Plastikspielzeug aus China und die Kleidungsstücke aus Indien auch länger haltbar. Wenn das so wäre, ständen jetzt so viele Banken nicht vor dem Bankrott und müssten nicht von den Steuerzahlern gestützt werden. Wenn das so wäre, gäbe es nicht so viele haarsträubende Qualitätsmängel im privaten also auch staatlichen Gesundheitswesen. Wenn das so wäre gäbe es nicht so viel Pannen in der privatisierten Bundesbahn … Der Wettbewerb in Schulen bringt also keinesfalls automatisch eine bessere Bildungsqualität. Ganz im Gegenteil, sie verschärft die Kluft zwischen Arm und Reich, und verschärft die Kluft zwischen Schulen mit guter und Schulen mit schlechter Qualität. Die eine Schule ist überversorgt und brilliert mit 15-köpfigen Klassen, die meisten anderen staatlichen Schulen erschrecken mit 25-30-köpfigen Klassen.

Die Nivellierung nach unten steht also gar nicht zur Debatte, sondern die Nivellierung nach oben, insbesondere all jener Schulen, die vom Staat über Jahrzehnte vernachlässigt worden sind.

Warum kommt eigentlich eine solche Zeitschrift niemals auf die Idee, die Frage umgekehrt zu stellen? Warum ist ein Kind aus einem wohlhabenden Milieu zwangsläufig intelligenter oder begabter als andere Kinder aus weniger bevorteilten Haushalten? Warum dürfen die in oft qualitativ besser gestellte Schulen gehen und andere Kinder nicht? Besonders, wenn Kinder aus bescheidenen Verhältnissen sich als begabter herausstellen als der Durchschnitt in Schulklassen wohlhabenderer Kinder, die weniger begabt sind? Wo bleibt da das Argument der Nivellierung? Wozu soll diese „Einweg-Gleichstellung“ gut sein.

Warum kommt ein intelligenter Focus-Journalist nicht auf so eine einfache Umkehrung der These? Ist er zu dumm dafür? Hat er eine minderwertige Journalistenschule besucht? Kommt er aus einem Arbeitermilieu und hat sich als fleißiger, strebsamer und ambitionierter Sohnemann zum Journalisten hochgearbeitet, um in einem renommierten Blatt Karriere zu machen?  Wer weiß? Aber soviel Vorschuss an Vertrauen in seine Intelligenz und analytische Fähigkeit verdient er trotz alledem schon. Ich glaube nicht, dass er zu dieser ‚sozialen‘ Überlegung nicht fähig wäre. Er ist einer anderen Erwägung einfach nicht willens.

Denn er wird schließlich nicht für seine Aufklärungsarbeit von seinem Arbeitsgeber bezahlt. Und sein Arbeitgeber auch nicht. PR-Agenturen und Konzerne beraten beziehungsweise unterstützen finanziell eifrig werbungsabhängige Medien. Es geht den Medien also nicht darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen, sondern das Volk einzunebeln, bis es keine klaren Kontouren mehr erkennen kann. Dafür wird er bezahlt. Und wenn ein Leser einer konzernfinanzierten Zeitung oder Zeitschrift objektiv informieren will, wird er dies nicht über diesen Informationsweg bekommen.  Er bekommt das zu lesen, was die Konzerne möchten. Er soll das glauben, was die Konzerne ihn glauben machen möchten. Die Angst vor dem Kommunismus oder Sozialismus – die größte Angst der Konzerne, soll auch die Angst des kleinen Menschen auf der Straße sein, auch wenn er selbst davon nur als Gewinner hervorgehen könnte! „Soziale Gerechtigkeit“, dieser Begriff soll ihm Angst machen, damit er nicht einmal auf die Idee kommt, über ihn nachzudenken. Parteien, die sich sozialere Strukturen  herbeiwünschen und dafür eintreten, sollen verdächtig, nicht regierungsfähig oder verträumt erscheinen. Er soll ihn nur über die Deutung und Sichtweise der Konzerne und deren vertretenden Politiker (deren ‚Anwälte‘ in der politischen Arena) wahrnehmen.

Der kleine Bürger soll frohen Mutes und voller Stolz sein eigenes Grab schaufeln. Er soll glauben, dass es zu all den wachsenden sozialen Ungerechtigkeiten keine Alternative gäbe und dass all dies das Beste für ihn und seine Familie sei. Das ist die Aufgabe des heutigen Journalisten! Es geht nicht darum aufzuklären, sondern zu verklären. Wie einst in der DDR. Und während er frohen Mutes weiter an seinem eigenen Grab schaufelt (indem er seine traditionellen Parteien immer wiederwählt), ignoriert er hartnäckig die ausstreckende Hand der modernen, sozialeren Kräfte, die ihn von seinem Irrtum und der Täuschung warnen möchten.

Und hier gibt es wieder ein neues Phänomen der Annäherung des alten Staatsozialismus in der damaligen DDR, nämlich der ‚kommunistische Kapitalismus für die Elite‘: Schon wie bei der Rettung der Banken und deutscher Großkonzerne während der Finanz- und Wirtschaftskrise zwischen 2009 und 2011 wurden diese vorübergehend vom Wettbewerb befreit und vom Steuerzahler (vom Volk) gerettet, ergo subventioniert. Sie werden es übrigens immer noch, und zwar durch Hatz IV, Leiharbeit (Lohndumping), Sozialabbau, und Lohnaufstockung, indirekte Rentenkürzung (durch Erhöhung des Renteneintrittsalters). Wie die VEB (volkseigenen Betriebe) in der DDR hielt das Volk die großen Unternehmen und Machtinhaber über Wasser, und taten das, indem sie immer mehr zur Kasse gebeten wurden. Und das gilt nicht nur für die untere Schicht, sondern auch für die mittlere Schicht, die kleinen und mittelständischen Unternehmen! Diesen weht der verschärfte Konkurrenzkampf von der globalisierten Welt eisig um die Ohren, während die Großkonzerne sich vom Staat und vom Steuerzahler verhätscheln lassen, Geld hinten und vorn reingesteckt wird, sogar ihre Auslagerung in andere Billiglohnländer mit Steuergeld finanziert wird und hier en masse Arbeitsstellen abbauen. Mittelständische Unternehmen können nicht so leicht schnell mal nach China oder Indien umziehen oder die Steuern über Briefkastenfirmen in Steueroasen umgehen. Großkonzerne können das, und dies wird sogar von der Regierung unterstützt, indem Gesetze dagegen bewusst von einer Legislaturperiode verschleppt werden, egal ob grün, grün-rot, rot-schwarz oder schwarz-gelb.

Das Gleiche  ist auch in der Medienlandschaft zu sehen: Der Sozialismus ist schon längst in der  etablierten Medienlandschaft angekommen. Dem Volk wird nicht mehr das erzählt, was es wissen möchte und wissen sollte, sondern es wird das erzählt, was die Regierung und die Konzerne möchten. Und damit nicht genug. Informationen werden nicht nur sortiert und in zeitlichen Dosierungen geschickt verabreicht (Sendungen, die zu sehr aufregen könnten, werden bewusst kurz vor Mitternacht gezeigt), sondern sie werden zudem noch manipuliert. Scheinbar sachliche Argumente werden zielgerichtete Meinungsmanipulation. Gleichberechtigung wird zur Gleichstellung.

Jeder soll das ‚gleiche‘ denken, von oben (der Kanzel) bis unten (dem Franzel). Wie einst das Neue Deutschland oder die Junge Welt in der DDR gleichen sich immer mehr alle etablierten Zeitungen und Zeitschriften. Die einstigen linken Zeitungen wie Die Welt oder Die Zeit sind nun genauso rechts wie die FAZ, wobei Letztere sich tatsächlich zu dem Sprachrohr der extremliberalen Bewegung gemacht hat und jegliche Sachlichkeit in deren Berichterstattung verloren hat. Die FAZ ist wohl derzeit das radikalste Propagandainstrument in der deutschen Presselandschaft.

Wenn Gleichschaltung und Gleichheit irgendwo stattfinden, dann in den aktuellen deutschen Medien! Und das, lieber Focus, darf nicht sein!

Paradoxerweise ist ein Neues Deutschland von heute politisch wesentlich informativer, als irgendein anderes Blatt in der Presselandschaft. Natürlich wird dieses Blatt ebenfalls totgeschwiegen. In einer Presseschau auf Deutschlandfunk wird man daher niemals einen Auszug aus einem Neue-Deutschland-Artikel zu hören bekommen, da zieht man schon eher die lokalste aller Kleinstadtzeitungen Deutschlands vor.  Selbst die einst linke TAZ verteidigt nicht mehr soziale Ideen wie einst und unterstützt oft kritiklos die Politik der etablierten Parteien, so zum Beispiel die wahnsinnige Politik der Eurorettung. Nur in Fragen Rechtsradikalismus und Faschismus bleibt sie ihrer Linie treu, denn diese stört ja nicht die neoliberale Politik. Ganz im Gegenteil, sie ist ja ideologischer Wegbereiter für die den politisch geförderten Zuzug massenweiser Arbeitskräfte aus Billiglohnländern. Das Volk soll ja schön artig zusehen, wie sich die von Steuerzahlern finanzierte Arbeitsagentur nicht um Arbeitsplätze für Arbeitssuchende und Langzeitarbeitslose in Deutschland kümmert, sondern dieses von Lohn des deutschen Arbeiters abgezwackte Geld missbraucht wird, um billige Arbeitskräfte von anderen Ländern zu importieren. Dabei bezahlt der Arbeitnehmer seinen regelmäßigen Arbeitslosenbeitrag ja eigentlich dafür, dass die Arbeitsagentur ja einmal ihn während der Arbeitslosigkeit sozial absichert und  ihn eine annehmbare Stelle vermittelt, nicht irgendeinen Spanier, Griechen oder Chinesen! Ein entsetzlicher Missbrauch dieses Sozialbeitrags! Und in den Medien als eine clevere Strategie gefeiert, um endlich den Wunsch der ‚Wirtschaft‘ nachzukommen, die händeringend nach Fachkräften sucht.

Liebe Regierung und liebe Großunternehmer: Bildet hier aus! Macht unsere Schulen und Berufsschulen wieder fit! Stellt Lehrlinge und Lehrkräfte ein! Drückt euch nicht vor der Verantwortung! Zahlt eure Steuern! Und verschwendet nicht Zeit und Geld damit, das Volk in den Medien für dumm zu verkaufen und es weiter zu betrügen und zu bestehlen. Geld ist jede Menge da. Beweis dafür ist das Geld, das ihr für die Konzern- und Bankenrettung verbratet! Gebt das Steuergeld des kleinen Mannes nicht für Hyperprojekte aus, die keiner braucht, wie etwa Stuttgart 21. Gebt das Geld dafür aus für das es ursprünglich gedacht war: die Bildung, Infrastruktur und soziale Sicherheit.
 Den Reichtum und den Erfolg, den ihr hier genießt, habt ihr diesen fleißigen und braven, ja sogar auch ein wenig duckmäuserischen, deutschen Volk zu verdanken! Ihr solltet euch endlich dafür erkenntlich zeigen und Ideen, die seine Interessen widerspiegeln nicht systematisch als ‚Populismus‘ verschreien. Hört auf wegen des Fachkräftemangels und der angeblich überteuerten Arbeitskraft rumzujammern. Packt endlich an und zahlt endlich wieder für eure eigenen Investitionen, macht es so wie die Kleinen!  Lernt endlich wieder, ohne Schmarotzertum zu wirtschaften!

Wenn es Fachkräftemangel gibt, dann ist das in den Chefetagen der deutschen Banken, Versicherungen und Großkonzerne und in der Politik!

Das deutsche Volk braucht keine Phrasendrescher à la Merkel & Co. oder meinungsmanipulierende Medien. Was das deutsche Volk braucht sind Politiker, die zu ihr Wort stehen, die anpacken und den Deutschen Deutschlands helfen und nicht allein den deutschen  ‚Eliten‘ Deutschlands!

Hofjournalisten und Hofjournalismus brauchen wir nicht. Das hatten wir in der DDR und nahtlos übergehend in den neuen Bundesländern zur Genüge.
 
Pseudowahlen, wo es nur um einen Machtwechsel zwischen Parteien, aber nicht um einen wahrhaftigen Politikwechsel geht, brauchen wir nicht!

Gebt den Deutschen die Demokratie zurück!

 

 

Falls Sie Meinungen dazu haben, können Sie mir jederzeit eine E-Mail schreiben. Ich freue mich auf darauf!

 



Autor: Frank MÖRSCHNER 17 September 2013